1. Kongress "Fairtrade im Handel" in Berlin

Die vergangenen Jahre zeigen eindrücklich, dass Verbraucher immer häufiger gezielt ihre Kaufentscheidung von sozialen und Umweltaspekten eines Produktes abhängig machen. Auf dem deutschen Markt hat Fairtrade zuletzt ein Rekordwachstum erzielt. Nachhaltigkeit ist kein Randgruppenthema mehr.

Fairtrade hat das Ziel, das Ungleichgewicht im weltweiten Handel abzubauen, indem Bauern und Arbeiter gestärkt werden. Als Werkzeuge für diese Veränderung dienen die Fairtrade-Standards. Sie bilden den Rahmen für die soziale, ökologische und ökonomische Entwicklung der Produzentenorganisationen und schreiben die Zahlung von stabilen Preise und einer zusätzlichen Prämie für Gemeinschaftsprojekte vor. Mittlerweile profitieren rund 1,5 Millionen Kleinbauern und Arbeiter von besseren Arbeitsbedingungen und einer nachhaltigen Produktion. Als einziges Standardsystem sind die Produzentenorganisationen bei Fairtrade gleichberechtigte Teilhaber am System und mit 50 Prozent Stimmanteil in allen wichtigen Entscheidungsgremien und internationalen Komitees gleichberechtigt beteiligt. Sie sind Akteure und Gestalter des Fairen Handels und nicht lediglich „Empfänger“.

Trotz rasantem Wachstum ist nach wie vor die Lücke in allen relevanten Produktbereichen hin zu flächendeckender nachhaltiger und fairer Produktion groß. Fairtrade alleine wird sie nicht schließen können. Deshalb ist der Diskurs mit den jeweiligen Branchen, Politik, Zivilgesellschaft und den Verbraucherinnen und Verbrauchern umso wichtiger. Fairtrade setzt hier klare Akzente und bringt entwicklungspolitische Themen und Fragen des Lebensstils auf die Agenda.

Mehr Informationen auf www.fairtrade-deutschland.de